Potemkinsche Dörfer

Potemkische Dörfer Potemkisches Dorf

Die Geschichte der Potemkinschen Dörfer

Es soll ja nur ein Märchen gewesen sein, aber da wir täglich mit Märchen versorgt werden, sei auch das von den Potemkinschen Dörfern erzählt:

Der russische Feldmarschall Potjomkin (Potemkin), angeblich der Liebhaber der Zarin Katharina, hatte Kulissen von Dörfern aufgebaut und Schauspieler als angebliche Bewohner angeworben, um der durchreisenden Geliebten eine Illusion des Wohlstandes im neu besiedelten Neurussland zu geben.

Politische Blender lieben die Geschichte der Potemkinschen Dörfer

Auf jeden Fall hat diese Geschichte (ob echt oder erfunden), natürlich auch Politiker zur Nachahmung angeregt. Schließlich konnte man mit dieser Methode nicht vorhandene Zustände vortäuschen. Und Politiker haben schon immer eine Vorliebe für Täuschungen gehabt.

Wie „Honni“ in der DDR ein Potemkinsches Dorf errichtete

So besuchte Bundeskanzler Helmut Schmidt im Dezember 1981 die DDR. Erich Honecker hatte ihn nach Güstrow eingeladen, wo er ihm ein glückliches Volk präsentierte, das in bester Vorweihnachtsstimmung seinem Führer Ovationen entgegenbrachte.
Allerdings waren beim Besuch des Weihnachtsmarktes keine Güstrower anwesend!
Die fröhlichen “Besucher” des Marktes waren sämtlich Mitarbeiter der Staatssicherheit!
Güstrow war an diesem Tag mit größtem Aufwand in ein Potemkinsches Dorf verwandelt worden:

  • 35.000 Sicherheitskräfte waren im Einsatz,
  • 11.000 Personen standen für drei Tage unter Kontrolle,
  • 4.500 Wohnungen wurden “untersucht”,
  • 81 Haftbefehle vollstreckt.

Acht Jahre danach war die DDR bekanntlich Geschichte.

Potemkinsches Dorf Rechtsextremismus?

Manchmal habe ich den Verdacht, dass auch heute noch, trotz Wiedervereinigung, Potemkinsche Dörfer errichtet werden.
Eins dieser Dörfer ist für mich die scheinbar permanente Bedrohung der Bundesrepublik durch Rechtsextremisten.

Persönliche Erfahrungen

In meinem Leben [LINK] bin ich nur selten echten Nazi-Typen begegnet.

Allenfalls waren da ein paar “Skinheads”, die sich zwar wichtigtaten, aber keinen echten politischen Hintergrund hatten. Es waren die üblichen provozierenden Verhaltensabweichungen Pubertierender, die durch übermäßigen Alkoholkonsum am Wochenende zum Vorschein kamen. Die “Skins” stammten oft aus einer ungebildeten “Unterschicht-Umgebung” ohne tiefer gehendes geschichtliches Wissen. Meist waren sie gleichzeitig “Hooligans”, deren „Freizeitbeschäftigung“ am Wochenende Schlägereien mit anderen “Hools” waren, mit denen sie sich zu Fußballspielen trafen.
Woher ich das weiß?

Ich habe Jahre als Ermittlungsbeamter in der “Blütezeit” der Punks und Skins in dem Milieu gearbeitet.

Die “Umerziehung” der Deutschen lief (und läuft) in Schulen und in den Medien, so dass man wohl nur wenige Deutsche finden dürfte, die einer Diktatur nachtrauern.

Sind Konservative heute Nazis?

Ist womöglich in Deutschland ein Potemkinsches Dorf errichtet worden, das uns ein ständiges Bild einer “rechten Gefahr” suggeriert?
Wo man konservativ ausgerichtete Menschen in den Verdacht stellt, “Nazis” zu sein? Oder kritische Bürger, die sich gegen die links-dominierte Politik auf Demonstrationen zeigen und von bestellten Antifa-“Gegendemonstranten” verächtlich gemacht werden?
Wem könnte ein solches Bild dienen?

Merkwürdigkeiten

Tolerierung, Bedeutungslosigkeit und Unterwanderung der NPD (“Nationaldemokratische Partei Deutschlands”)

Die NPD wurde 1964 “als Sammlungsbewegung nationaler Kräfte” gegründet und “vertritt eine verfassungsfeindliche Gesinnung” (BVerfG).
Trotzdem wurde erst 2003 ein Verbotsverfahren eingeleitet – und “wegen Verfahrensfehlern” eingestellt.
Man ließ die NPD also 40 Jahre wirken, scheiterte mit dem ersten Verbotsverfahren – und versuchte es erst ca. 10 Jahre später noch einmal.
2012 kam es (nach dem “NSU-Morden”) zu einem weiteren Verbotsverfahren, das vom Bundesrat eingeleitet wurde. Die Bundesregierung hielt es “für nicht erforderlich” einen eigenen Verbotsantrag zu stellen.
Auch dieses zweite Verbotsverfahren scheiterte und wurde 2017 vom BVerfG abgewiesen, weil die Partei nicht das “Potenzial” habe, die Demokratie in Deutschland zu beseitigen. Daneben spielte es offensichtlich eine Schlüsselrolle, dass die NPD von V-Leuten und/oder Verdeckten Ermittlern beobachtet und ggf. sogar gelenkt wurde.
Quelle: Urteil BVerfG, Punkte 81-83 [LINK]
Die “Sammlungsbewegung” hat lt. Wikipedia 3150 Mitglieder (2021). Wie viele davon als V-Leute und/oder Verdeckte Ermittler tätig sind, wird man nicht erfahren. [LINK]
Bei Wahlen hatte die NPD niemals eine nennenswerte Anzahl von Wählerstimmen erreichen können.

Geheimakte NSU („Nationalsozialistischer Untergrund“)

Das NSU-Verfahren ließ viele Fragen offen, die wohl in der Öffentlichkeit nicht geklärt werden können. Nicht zuletzt wegen der Einstufung der Akten als “geheim” für eine sehr lange Zeit (über 100 Jahre).
Was kann es für Gründe geben, der Öffentlichkeit die Ermittlungsergebnisse in dieser brisanten Angelegenheit vorzuenthalten?
Die offizielle Darstellung:

Eine Kleinstgruppe von Rechtsextremisten fuhr aus reinem Ausländerhass jeweils hunderte Kilometer, um dort irgendeinen Gemüsehändler zu erschießen. Was für ein Aufwand. Warum gerade diese Opfer?
Soweit ich recherchiert habe, hinterließen diese „Profis“ weder DNA-Spuren noch Fingerabdrücke an den Tatorten der Morde. Kein Zeuge hat die beiden Mörder, die sich selbst ins Jenseits befördert haben sollen, zutreffend beschrieben.
Mitarbeiter von Geheimdiensten sollen an dem einen oder anderen Tatort zur Tatzeit in unmittelbarer Nähe gewesen sein.
Das vorbereitete Bekennervideo fand erst nach dem Tod der beiden Haupttäter seinen Weg in die Öffentlichkeit.
Wie konnte diese Gruppe so lange unerkannt bleiben, untertauchen und ihre Pläne ausführen? Ist die “rechte Szene” in Deutschland nicht sehr gut mit Informanten durchsetzt?


Ich will nicht weiter in die Tiefe gehen, aber die bekannten Fakten der NSU-Morde werfen mehr Fragen als Antworten auf, zudem wohl auch die eine oder andere Akte versehentlich vernichtet worden war.

Kanzlerin Merkel zog schon kurz nach Bekanntwerden der Serie das Fazit, die NSU-Morde seien “eine Schande für unser Land”. Es fällt mir ehrlich gesagt schwer, eine Schuld bei anderen als den Tätern zu finden.
Das NSU-Verfahren war übrigens Anlass für das zweite Verbotsverfahren in Sachen NPD.

Weitere Ereignisse

Spektakulär war in meinem Heimatort Lübeck der Brand in einer Asylunterkunft, der zehn Menschen das Leben kostete. Er fand im Jahre 1996 statt. Der Polizei wurden einseitige Ermittlungen bzw. Versäumnisse unterstellt, denn ein Tatverdacht richtete sich auch gegen drei Jugendliche mit “rechtsextremem Hintergrund” aus Grevesmühlen. Die Tatausführung durch diese Personengruppe konnte nicht nachgewiesen werden und es kamen durchaus auch andere Brandursachen, etwa eine Brandlegung durch Bewohner, in Frage. Trotzdem wurde der Brand in der Hafenstraße immer als rechtsextremer Brandanschlag behandelt. [LINK]

Anschläge auf Synagogen werden (wie Hakenkreuzschmierereien) automatisch mit dem Rechtsextremismus in Verbindung gebracht, auch wenn ein Täter nicht ermittelt werden kann.
So wurden am 2. Oktober 2000 ein Stein und drei Brandsätze an den Eingang einer Synagoge in Düsseldorf geworfen.

Ohne auf konkrete Ermittlungsergebnisse zu warten, setzte eine Welle der Empörung ein. Bundeskanzler Schröder rief zum “Aufstand der Anständigen” auf. [LINK]
Der “Kampf gegen Rechts” wurde mit organisierten Lichterketten, Demonstrationen und der Förderung von “Initiativen gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus” weiter ausgebaut.
Nachdem zwei “arabischstämmige Männer” ein Geständnis ablegten, war klar, dass es sich um keinen “rechten Anschlag” gehandelt hatte.
Was machte die Politik?
Sie entschuldigte sich keinesfalls für den vorauseilenden Fehlalarm. Sie warnte, man solle im “Kampf gegen Rechts” nicht nachlassen. Der nordrhein-westfälische Innenminister Fritz Behrens (SPD) gab hierzu an, dass der Hintergrund der Täter „keine Entwarnung“ darstelle und „die rechte Gefahr“ dennoch vorhanden sei.

„Rechte Gefahr“ – verharmlost oder eher ein Potemkinsches Dorf?

Aus solchen Beispielen kann man folgern, dass große Teile der Politik geneigt sind, eine Gefahr durch Rechtsextremismus zu halluzinieren.
Wer könnte daran interessiert sein?
Nun zumindest diejenigen, die Fördergelder im “Kampf gegen Rechts” einstreichen.

Cui bono? Wem nützt es?

Das sind zumindest die “rund 60 zumeist linken Vereine und Organisationen”, die im Jahre 2020 erklärten, die bisherige “Unterstützung von zivilgesellschaftlicher Demokratiearbeit” sei “demotivierend”.
Das wirkte wie der Glockenschlag beim Pawlowschen Hund! [LINK]
Die Bundesregierung reagiert sofort und erhöhte die bisherigen “demotivierenden” 115 Millionen Euro jährlich auf satte 250 Millionen, so dass für die Jahre 2021-2024 eine MILLIARDE EURO für den “Kampf gegen Rechts” zur Verfügung stehen! [LINK]

Eine Milliarde sind TAUSEND Millionen

Für eine Milliarde Euro lohnt es sich schon, der Öffentlichkeit ein klares Feindbild zu präsentieren – und es zu erhalten oder gar zu verstärken.
Hat man deshalb manchmal den Eindruck, es würden immer mehr Nazis in Deutschland umherlaufen, je länger Hitler tot ist?
Sind die Begünstigten der Fördergelder möglicherweise sehr bestrebt, die Fassaden eines Potemkisches Dorfes immer wieder neu braun anzustreichen?

Alle sind dabei, wenn es um den Schutz unserer Demokratie geht

Genügend Empfänger der großzügigen Förderungen stehen jedenfalls zum heldenhaften Kampf bereit. [LINK]

Es kann allerdings vermutet werden, dass diese „wehrhaften Demokraten“ im Jahre 2024 wieder “demotiviert” sein werden, weil die Milliarde wirklich nur ein Tropfen auf dem heißen (bzw. angeheizten) Stein war.

Ein Blick in die Kriminalstatistik

Einen guten Überblick über die Kriminalstatistik bezüglich eines Links-Rechts-Vergleichs gibt die Webseite “Fisch & Fleisch” [LINK] (allerdings von 2018). Hier kann sich jeder ein Bild machen, ob die Gefahr des Rechtsextremismus von der Politik richtig eingeschätzt wird.

Die „Kämpfer gegen Rechts“ sind überall!

Natürlich werden meine obigen Gedanken wie immer von igendwelchen anonymen Accounts als “Verschwörungstheorie” und “Schwurbelei” kommentiert werden.
Ich freue mich schon auf entsprechende Kommentare und Beleidigungen. Sie perlen an mir ab wie das Wasser an der Ente. Warum ich deshalb keine Strafanzeigen stelle?
Nein, die habe ich in meinem Leben schon zu oft geschrieben – und ich kann mir durchaus vorstellen, dass sich hinter diesen anonymen und oft beleidigenden Chattern edle „Kämpfer gegen Rechts“ verbergen, die man nicht in ihrer Tätigkeit behindern sollte.

Ein Traum

Neulich träumte ich sogar, dass diese edlen Verteidiger unserer Werte – zu Hundertschaften organisiert – in riesigen Chatrooms des Verfassungsschutzes in ihren Kabinen sitzen, um das Internet rund um die Uhr von falschem Gedankengut zu säubern.
Aber das war nur ein schlechter Traum.

Chat gegen Rechts
Chatter gegen Rechts


So etwas gibt es im besten Deutschland aller Zeiten nicht.